Die Teilnahme an den Special Olympics European Open Triathlon Competitions in Šamorín in der Slowakei war für mich etwas ganz Besonderes. Ich durfte gemeinsam mit der deutschen Delegation von Special Olympics Deutschland an diesem internationalen Wettbewerb teilnehmen. Für mich war es eine große Ehre, Deutschland bei diesem besonderen Event vertreten zu dürfen.
Der Wettbewerb fand im beeindruckenden Olympia-Trainingszentrum x-bionic® sphere in Šamorín statt, wo Athletinnen und Athleten aus vielen verschiedenen Ländern zusammenkamen, um ihre Leidenschaft für den Triathlonsport zu teilen.
Bereits die Anreise war für mich ein großes Erlebnis. Ich flog nach Wien, wurde dort abgeholt und direkt zum Olympia-Trainingszentrum nach Šamorín gebracht. Schon bei der Ankunft war ich beeindruckt von der riesigen Anlage und der besonderen Atmosphäre vor Ort. Es fühlte sich für mich an wie ein kleiner olympischer Traum.
Geschwommen wurde in einem Nebenarm der Donau. Allein dort an den Start zu gehen, war für mich ein ganz besonderer Moment. Die Kulisse, das Wasser und die vielen Athletinnen und Athleten aus unterschiedlichen Ländern machten dieses Erlebnis unvergesslich.
Für mich war dieses Wochenende weit mehr als nur ein Wettkampf. Es war ein persönlicher Kampf gegen Ängste, Zweifel und körperliche Herausforderungen. Besonders das Schwimmen im Neoprenanzug stellte mich vor große Probleme. Durch das ungewohnte Engegefühl bekam ich Schwierigkeiten mit der Atmung und fühlte mich im Wasser nicht wohl. Trotzdem habe ich nicht aufgegeben.
An diesem Tag herrschten hohe Temperaturen, und die Sonne brannte auf die Strecke. Nach den Schwierigkeiten im Wasser entschied ich mich bewusst dafür, auf meinen Körper zu hören. Ich wollte unbedingt ins Ziel kommen – aber nicht um jeden Preis. Gesundheit geht immer vor.

Gerade deshalb bin ich besonders stolz auf meine Leistung. Triathlon bedeutet für mich nicht nur schnelle Zeiten oder Platzierungen. Es bedeutet, Herausforderungen anzunehmen, Mut zu zeigen und niemals aufzugeben. Auch wenn nicht alles perfekt läuft, zählt jeder einzelne Schritt Richtung Ziel.
Die Atmosphäre in Šamorín war einzigartig. Überall waren Menschen, die sich gegenseitig unterstützten, anfeuerten und motivierten. Genau das macht Special Olympics so besonders: Hier geht es nicht nur um sportliche Leistungen, sondern um Gemeinschaft, Respekt und Inklusion.
Die Erfahrungen, die ich dort sammeln durfte, haben mich stärker gemacht. Ich habe gelernt, dass Rückschläge zum Sport dazugehören und dass man auch dann stolz auf sich sein kann, wenn nicht alles nach Plan läuft.
Mein Ziel steht bereits fest: Ich möchte weiter trainieren, besonders im Schwimmen mit Neoprenanzug, und im nächsten Jahr nach Šamorín zurückkehren. Dann möchte ich im Wasser selbstbewusster auftreten und zeigen, was in mir steckt.
Ein besonderer Dank gilt Dominik und dem gesamten Team von Tri Finish Münster, die mich im Vorfeld auf diesem Weg unterstützt haben. Ohne diese Unterstützung, die Motivation und den Rückhalt wäre diese Reise für mich nicht selbstverständlich gewesen. Dafür bin ich von Herzen dankbar.
Text/Foto: Sebasitan Sekula











