Münster hat am 10. Mai 2026 beim Wings for Life World Run ein deutliches Zeichen gesetzt. 1.300 Menschen aus der Stadt und der Region starteten gemeinsam, um Geld für die Heilung von Querschnittlähmung zu erlaufen. Damit wurde die Marke von 1.000 Teilnehmenden erstmals deutlich übertroffen. Das Ergebnis: 40.000 Euro fließen vollständig und ohne Abzüge in die Rückenmarksforschung der Wings for Life Foundation. Im Vorjahr hatten mehr als 900 Teilnehmende über 25.000 Euro erlaufen.
Ein Lauftag, der in Erinnerung bleibt
Optimale Bedingungen begleiteten den Lauftag am Aasee: Sonnenschein und milde Maitemperaturen sorgten von Beginn an für eine ausgelassene Stimmung auf dem Startgelände. Die Adenauerallee war für den Start gesperrt, was einen reibungslosen Übergang auf die Laufstrecke ermöglichte und Läuferinnen und Läufer, Rollstuhlfahrende sowie Fußgänger gemeinsam in Bewegung brachte. Da der Veranstaltungstag mit dem Muttertag zusammenfiel, war das Gelände am Aasee auch Treffpunkt für zahlreiche Familien, die den Tag gemeinsam beim Laufen verbrachten oder ihre Angehörigen vom Rand anfeuerten. Private Gruppen und Unternehmensteams gingen gleichermaßen an den Start und prägten das Bild einer Veranstaltung, bei der sportlicher Ehrgeiz und gesellschaftlicher Zusammenhalt ineinandergreifen.
„Der Wings-for-Life-Run hat eine besondere Atmosphäre, weil es einfach mal nicht um Temporekorde geht. Jeder gelaufene, gegangene oder gerollte Meter ist ein Gewinn für die gute Sache. Wir freuen uns, dass wir mit unserem Gelände am Aasee wieder Startpunkt für diese emotionale Veranstaltung sein durften. Und ich bin mir sicher, sie wird auch in den nächsten Jahren noch weiter wachsen.”, sagt Frank Demmer, Vorstandsvorsitzender der LBS NordWest.
Die Sieger:innen des Münsteraner Standorts
Den Münsteraner Standort gewann bei den Frauen Ella Lippross mit einer gelaufenen Distanz von 30,86 km, bei den Männern setzte sich Luis Vesely mit 47,21 km durch. Die Ergebnisse stehen noch unter dem Vorbehalt der offiziellen Bestätigung durch den Veranstalter. Beide wurden vom virtuellen Catcher Car als letzte Teilnehmende des Standorts eingeholt – der einzigen Ziellinie, die dieser Lauf kennt. Luis Vesely hatte jüngst für Aufsehen in Münster gesorgt, weil er 100 Kilometer um den Ludgeri-Kreisel gelaufen ist.
Role Model mit persönlicher Botschaft
Para-Dressurreiterin Gianna Regenbrecht begleitete den Lauf als Role Model. Die gebürtige Lippstädterin hat ihre sportliche Heimat in der Region Münsterland gefunden: In der Westfälischen Reit- und Fahrschule in Münster begann sie nach ihrem Unfall mit dem Para-Dressursport, heute trainiert sie am Olympiastützpunkt in Warendorf. Regenbrecht lebt selbst mit den Folgen einer Rückenmarksverletzung und gehört als Teil des Deutschen Bundeskaders in der Para-Dressur zu den besten Reiterinnen ihres Sports. Für die Teilnehmenden in Münster machte ihre Anwesenheit greifbar, wofür die erlaufene Summe steht: Forschung, die Leben verändert.
„Gemeinsam Sport treiben verbindet und wenn wirklich alle mitmachen können, schafft es einen ganz besonderen Zusammenhalt! Ich freue mich riesig, dass wir mit dem Wings for Life ein Zeichen setzen für die Rückenmarksforschung und für ein wundervolles Miteinander”, sagt Gianna Regenbrecht.
Stadt trägt Verantwortung
Die Schirmherrschaft übernahmen Oberbürgermeister Tilman Fuchs und Polizeipräsidentin Alexandra Dorndorf. Ihr gemeinsames Engagement signalisiert, dass der Wings for Life World Run in Münster über den Sport hinausweist: als Veranstaltung, die die Stadt mit einem globalen Forschungsanliegen verbindet und lokale Gemeinschaft sichtbar macht.
„Der Wings for Life Run zeigt, wie stark Zusammenhalt sein kann: Menschen laufen gemeinsam für Hoffnung, für Forschung und für diejenigen, die unsere Unterstützung brauchen. Dass sich in Münster so viele Menschen aus der gesamten Stadtgesellschaft dafür engagieren, ist ein starkes Zeichen für Solidarität, Gemeinschaft und gelebten Zusammenhalt”, sagt Alexandra Dorndorf, Polizeipräsidentin Münster.
Partner und Rahmenprogramm
Dass der Wings for Life World Run in Münster über die Laufstrecke hinaus funktioniert, ist das Ergebnis eines breiten Partnernetzwerks. Die LBS NordWest, VIACTIV Krankenkasse, Sparkasse Münsterland Ost, Fiege, HADLEY, Finanz Informatik, Dermasence, Glowkitchen, Finne Brauerei und Erste Garde unterstützten den Standort in diesem Jahr. Die Abfallwirtschaftsbetriebe Münster (AWM) sorgten für einen umweltgerechten Ablauf am Aasee.
„Mehr als 1.000 Menschen, die gemeinsam für die Rückenmarksforschung an den Start gehen – das zeigt, dass Münster nicht nur über Zusammenhalt redet, sondern ihn lebt”, sagt Paula Menninghaus, Co-Founder und CEO von Strong Partners GmbH.
Teilnehmenden stand vor und nach dem Lauf ein Rahmenprogramm zur Verfügung, das für Verpflegung, Erholung und Atmosphäre sorgte: von Speisen und Getränken lokaler Partner über Sportmassagen der Physiopraxis Performance Loft bis hin zu geselligen Anlaufpunkten auf dem Gelände.
Hintergrund: Worum es beim Wings for Life World Run geht
Der Wings for Life World Run findet jedes Jahr zeitgleich auf der ganzen Welt statt. 100 Prozent der Einnahmen fließen in die Rückenmarksforschung der Wings for Life Foundation mit Sitz in Salzburg. In Münster organisiert die Strong Partners GmbH den Standort seit 2018.
Text/Foto: Strong Partners GmbH











